Vitamine – zwei, die Sie kennen sollten: Vitamin B12 & Vitamin D3
Vitamine sind unverzichtbar – das wissen die meisten. Doch wie ein Mangel sich im Alltag bemerkbar macht und welche weitreichenden Aufgaben einzelne Vitamine übernehmen, ist vielen nicht bewusst. Heute möchte ich Ihnen zwei vorstellen, die ich in meiner Praxis besonders häufig im Blick habe.
Vitamin B12 – unverzichtbar für jede einzelne Zelle
Vitamin B12 – auch Cobalamin genannt – wird in jeder Zelle des Körpers dringend benötigt, damit sie optimal funktionieren kann. Es ist beteiligt an der gesunden Zellteilung, der Herstellung von Hormonen und Nervenbotenstoffen sowie dem Schutz von Gehirn und Rückenmark.
Das Tückische: Ein Mangel entwickelt sich schleichend – und die Symptome sind so vielfältig, dass sie oft nicht sofort mit einem Vitaminmangel in Verbindung gebracht werden. Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, chronischer Stress und Umweltbelastungen können die Aufnahme von Vitamin B12 erheblich beeinträchtigen.
Typische Hinweise auf einen möglichen Mangel sind:
- Erschöpfung & Antriebslosigkeit
- Konzentrationsschwäche
- depressive Verstimmungen
- geschwächtes Immunsystem & häufige Infekte
- Nervenschmerzen
- entzündete Mundwinkel
- Haarausfall
Die Symptome können einzeln auftreten – oder in verschiedenen Kombinationen. Wer sich in mehreren dieser Punkte wiedererkennt, sollte die Werte im Labor überprüfen lassen.
Vitamin D3 – weit mehr als ein Knochenvitamin
Vitamin D3 ist vielen vor allem als „Knochenvitamin" bekannt – doch seine Aufgaben gehen weit darüber hinaus. Es ist an zahlreichen körperlichen Prozessen maßgeblich beteiligt und essentiell für:
- das Immunsystem
- Gehirn und Nervensystem
- Herz- und Kreislaufsystem
- den Mineralstoffhaushalt
- den Schutz des Erbguts
Auch in der onkologischen Begleitforschung wird Vitamin D3 intensiv untersucht. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es in der ergänzenden Begleitung von Krebserkrankungen eine Rolle spielen könnte – unter anderem im Hinblick auf die Apoptose von Krebszellen, die Reduktion von Metastasenbildung sowie die Hemmung der Gefäßneubildung von Tumoren. Diese Erkenntnisse sind wissenschaftlich vielversprechend und Gegenstand laufender Forschung.
Wer ist besonders gefährdet für einen Vitamin D3 Mangel?
Ein Mangel tritt häufiger auf bei:
- Menschen, die sich wenig im Freien aufhalten
- älteren Menschen
- Erkrankungen von Magen, Darm, Leber oder Niere
- der Einnahme bestimmter Medikamente, z.B. Schlafmittel
- erhöhtem Bedarf, etwa während Schwangerschaft und Stillzeit
Mein Rat: Erst messen, dann handeln
Sowohl Vitamin B12 als auch Vitamin D3 lassen sich einfach über einen Labortest bestimmen. Denn eine gezielte Ergänzung macht nur dann Sinn, wenn ein tatsächlicher Bedarf besteht. In meiner Praxis berate ich Sie gerne – individuell, fundiert und abgestimmt auf Ihre persönliche Situation.
Sprechen Sie mich an – ich freue mich auf Sie.
